Der Archivar - Portfolio

Ich sehe was, was Du nicht siehst

Algorithmen zur Bilderkennung werden unter anderem dazu eingesetzt, um die abgebildeten Dinge zu identifizieren und die Bilder mit entsprechenden Schlagworten zu versehen. Das, was die Algorithmen nicht sehen, bleibt damit auch unsichtbar, wenn nach entsprechenden Schlagworten gesucht wird.

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Impuls

Erstellen Sie ein Bild, von dem Sie denken, dass Sie mehr darin sehen als der Algorithmus. Beschreiben Sie, welche Dinge zu sehen sind und von welchen Sie glauben, dass sie zwar von Menschen, nicht aber von einem Algorithmus erkannt werden. Erläutern Sie kurz, warum Sie davon ausgehen, dass der Algorithmus dazu nicht in der Lage ist.

Anmerkung

Falls auf Ihrem Bild Personen zu sehen sind, fragen Sie diese bitte vorab um ihre Erlaubnis, das Bild aufnehmen und mit anderen teilen zu dürfen.

Hintergrund

Ohne eine Verschlagwortung ist die Suche nach Bildern im Internet und in sozialen Medien sehr aufwändig. Algorithmen zur Bilderkennung stellen eine Möglichkeit dar, die Verschlagwortung zu automatisieren und damit auch die Suche nach Bildern zu vereinfachen. Algorithmen zur Bilderkennung bestimmen somit darüber mit, welche Bilder wir eher zu sehen bekommen und welche nicht. Im Unterschied zu einem Ausstellungsleiter in einem Museum oder einer Galerie basieren die Entscheidungen der Algorithmen dabei vor allem auf der Ähnlichkeit der Bildinhalte und weniger auf Fragen des Stils oder der ästhetischen Qualität. Damit Algorithmen in der Lage sind, die abgebildeten Dinge zu identifizieren, werden sie anhand von bereits verschlagworteten Bildersammlungen trainiert. Ebenso kann die Qualität der automatisch generierten Schlagworte überprüft und für die Weiterentwicklung der Algorithmen genutzt werden. Dennoch sind immer wieder Fälle zu beobachten, in denen Algorithmen bestimmte Arten von Objekten nicht erkennen oder aber Objekte identifizieren, die für einen menschlichen Betrachter nicht „ersichtlich“ sind.

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